In der Dämmerung des 15 Julis, standen schon einige Personen um
etwa fünf Uhr morgens vor dem Auctorhaus und warteten sehnsüchtig
darauf sich einfach nur in das ein oder andere Auto zu werfen und den unterbrochenen
Schlaf nachzuholen.
Nach einem ganzen Tag voller verdöster Autostunden, ein paar windiger
Fährenstunden und unzähligen Stops an Tankstellen, waren wir
einfach nur froh anzukommen.
Wir fanden den
uns zugewiesenen Platz und begannen die Zelte mit mehr oder weniger Routine
aufzustellen. Nach einem gemütlichen Abendessen auf dem Boden verschwanden
nach und nach alle im Bett.
Am nächsten Tag beschäftigten wir uns ausschließlich
mit Lagerbauten. Bänke und Tische wurden aufgestellt, Ideen durchgesetzt
und wieder verworfen. Letztendlich schafften wir es aber doch noch, dass
jeder einen Platz am Tisch fand.
Einige
Fahnenmasten streckten sich bereits in den Himmel und Besprechungen für
den nächsten Tag wurden abgehalten.
Die Jupis erfuhren, dass sie den nächsten Tag allein verbringen
sollten,
die Pfadis hielten eine Besprechung über die Kanufahrt ab.
Anschließend wurde ein sehr wichtiger Film
im Kontor angesehen, dessen hauptsächliches Ziel war, uns darüber
in Kenntnis zu setzten, dass wir nur "ein Rückgrat" haben.
Nachts am Lagerfeuer wurde mit Wunderkerzen und leckerem Kuchen zünftig
Dirk´s Geburtstag eingeläutet. Ein paar Lieder wurden gesungen
und an diesem Tag dauerte es eine Weile bis alle im Zelt lagen und schliefen.
Am nächsten morgen nach der Morgenrunde, die Dirk "fliegend" überstand
und
nach dem Frühstück, brach die Pfadfinderstufe zur lustigen
Kanufahrt auf.
Eine
Zeit lang begleitet von Winken und aufmunternden Rufen, fuhren die Sechs
mit Kirsten und Philipp den Fluss entlang.
Der Hike wird hier nicht näher beschrieben,
aber es genügt auch, wenn gesagt wird, das er SUPERGENIAL war.
Am Mittwoch, als die Pfadfinderstufe müde und ein einfach nur
fertig
zurückgewandert kam, war der Rest der Gruppe gerade in die Stadt
aufgebrochen, so dass die übernächtigten Pfadis erst einmal
duschen und sich
ausruhen konnten.
Am Donnerstag wurde nach Tings Ryd ins Schwimmbad gefahren.
Es war ein sehr lustiger Tag, der von allen mit ein paar blauen
Flecken gut überstanden wurde. Abends fand die stimmungsvolle
Stufung der
Pfadfinder statt. Über die Brücke des Lagerplatzes wanderten
die Pfadfinder
und kamen auf der anderen Seite als Rover an. Der Abend wurde sehr
schön, ein paar Gestalten fanden sich sogar um vier Uhr morgens noch
am glimmenden Lagerfeuer, als bereits das Tageslicht wieder den Platz erhellte.
Am Nachmittag wurde Räuber und Gendarm gespielt.
Nun ja, es ist schon wirklich lustig im kniehohen Matsch zu stehen...
Am Samstag erforschte die Gruppe die "Tykarps Grottan", eine Grotte
in der
unter anderen auch der bekannte Film "Ronja Räubertochter" von
Astrid Lindgren gedreht wurde. Eigentlich sollte danach die Stadt Hässelholm
unsicher gemacht werden, doch als sich herausstellte, dass beinahe alle
Geschäfte bereits geschlossen hatten, wurde nur ein "elektrischer
Hubschrauber, der als Fahrgeschäft für Kinder diente" ausprobiert
und danach zurück ins Lager gefahren
Der Gottesdienst in Urshult, fand (natürlich) am Sonntag statt.
Abgesehen
davon, das leider niemand etwas von dem Gesprochenen verstand, war
es sehr
interessant: Gastfreundlich, wie die Schweden sind, wurde die Gruppe
anschließend zum Kaffee eingeladen. Philipp unser "Übersetzter"
erklärte den
Leuten dann, wer wir waren und was wir so machten...
Alles in allem ein sehr gelungener Tag, an dem es leider fast ständig
regnete...
Am Montag konnte nun endlich Växjö unsicher gemacht werden.
Postkarten wurden
geschrieben, bei Mc`Donalds köstlich gespeist, eingekauft und
vieles mehr.
Nachmittags war es dann warm genug um eine Wasserschlacht zu machen,
die
damit endete, dass sich alle die nass geworden waren dazu entschlossen
sich im
See weiter zu bekriegen.
Dienstag wurde es sehr heiß. Die Sonne glühte auf den Köpfen,
als die Gruppe
zu einer von den Mitarbeitern vorbereiteten Ralley aufbrachen. Leider
gab es
ein paar Mißverständnisse, so dass alles länger dauerte
als geplant. Doch
schließlich kamen alle wieder im Lager an und sprangen zur Abkühlung
in den
See.
Der nächste Tag wurde ein richtiger "Schnarchtag". Die Gruppe
hatte vor sich
auf Öland zu vergnügen.
Es wurden das Sommerhaus der Königsfamilie und ein Schloss besichtigt.
Am Abend wurde die Gruppe dann in Trios aufgeteilt und schlug sich
mit einer
Karte und schwacher Taschenlampe durch ein Waldstück.
Mehrere Schockeffekte, Wegverirrungen und weitere Schikanen machten
die Nachtwanderung zu einem horrorvollen Erlebnis.
Donnerstag war die Gruppe dann ausschließlich mit abbauen, einpacken,
umpacken und streiten beschäftigt, denn wenn es stressig wird,
gibt es immer
etwas Streit. Außerdem hatte man in der Nacht eines unserer Banner
geklaut, das eingelöst werden wollte.
Ein
"Elchschild" und sechs Flaschen
Cola sollten Tauschwaren sein.
Doch natürlich ließ der Stamm nicht alles ohne
weiteres über sich ergehen und rächte sich. Sie ließen
es sich nicht nehmen
einem der Diebe den Rücken mit einer Verbotsklausel, den Bannerklau
betreffend, mit T-shirt Painter (hält auch 60° Wäsche
aus) zu beschreiben. So
war der Tag dann gerettet.
Am Freitag nahm die Gruppe wehmütig Abschied. Viele wären
gern noch länger
geblieben, andere zog es nach Hause, doch man kann uneingeschränkt
sagen, dass
alle ihren Spaß hatten.
Vielleicht besuchen wir eines Tages dieses schöne Land noch einmal.
Gut Pfad
Tanja Ziliack, Roverstufe